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» Universal Design

Universal Design is the design of products and environments to be usable by all people, to the greatest extent possible, without the need for adaptation or specialized design.
(Ronald L. Mace, 1988)

Was bedeutet Universal Design? Der Begriff Universal Design geht auf den US-amerikanischen Architekten Ronald L. Mace zurück, der ihn Mitte der 1980er Jahre zum ersten Mal verwendet hat. Universal Design meint weder Standardisierung noch kulturelle Uniformität. Vielmehr liegt dem Konzept des Universal Design ein sozialer, d. h. ein am Menschen orientierter Gestaltungsansatz zugrunde, der zum Ziel hat, die gesamte von Menschen für Menschen gestaltete Umwelt für möglichst viele zugänglich und nutzbar zu machen. Ungeachtet ihrer individuellen Fähigkeiten, ihres Alters und Geschlechts oder ihres kulturellen Hintergrunds soll allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden. Stigmatisierung durch eine Gestaltung, die Menschen von der Inanspruchnahme und Nutzung bestimmter Dienstleistungen, Räume und Produkte ausschließt, soll von vornherein vermieden werden.
Der demografische Wandel Vor allem aufgrund des demografischen Wandels erfährt das Thema Universal Design im internationalen Forschungs-, Design- und Wirtschaftskontext gegenwärtig eine wachsende Bedeutung. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung stellt neue Anforderungen an die Umweltgestaltung in allen Bereichen - von der Planung und Gestaltung von Gebäuden und Infrastrukturen, über das Design von Produkten, Informations- und Kommunikationssystemen, bis hin zur Konzeption von Dienstleistungs- und Serviceangeboten. Schätzungen zufolge wird sich die Zahl der über 60-jährigen in Europa bis zum Jahr 2030 verdoppeln. Ältere Menschen gelten nicht länger als eine marginale gesellschaftliche Gruppe mit speziellen Bedürfnissen, sondern vielmehr als eine aus unternehmerischer Sicht wichtige Kundengruppe. In Marketingstudien sind an die Stelle negativ besetzter Begriffe wie Alte oder Senioren Bezeichnungen wie Generation Gold, Silver Ager, Generation Plus bzw. 50 Plus, Woopies (well off older people) usw. getreten.
Generationen-
übergreifende Produkte
Die Bedürfnisse älterer Konsumenten zu kennen und sie bei der Entwicklung und Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen, ist zu einem mittlerweile wichtigen Anliegen geworden, da es Wettbewerbsvorteile und Markterfolge verspricht. Die über 50-Jährigen sind eine sowohl zahlenmäßig als auch finanziell wichtige Zielgruppe, denn sie sind bereits heute, einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants zufolge, für annähernd die Hälfte der Konsumausgaben verantwortlich. Ihre Bedeutung wird aufgrund des demografischen Wandels weiter steigen. Hinzu kommt, dass Studien und Tests, wie die von dem Londoner Forschungsinstitut Ricability durchgeführten, belegen, dass Produkte, die im Hinblick auf die Bedürfnisse der älteren Generation entwickelt wurden, aufgrund der höheren Benutzerfreundlichkeit und der verbesserten Handhabung durchaus generationsübergreifend attraktiv sind und von allen Altersgruppen geschätzt werden. Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass sie nicht so aussehen dürfen, als seien sie "für Alte" gemacht, d.h. sie dürfen nicht diskriminierend wirken.