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Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.
(Willy Brandt)

Was ist Sustainable Design? Angesichts einer immer intensiver geführten Debatte über Klima- und Umweltveränderungen wird auch im Designbereich verstärkt darüber nachgedacht, welche Einflüsse und Auswirkungen das Design von Produkten auf Lebenswelt und Umwelt haben. Dem Nutzen von Produkten stehen Umweltbeeinträchtigungen gegenüber, die im gesamten Lebenszyklus eines Produktes aus den vielfältigen Herstellung-, Nutzungs-, Recycling- und Entsorgungsprozessen entstehen. Umweltgerechte Gestaltung ist daher der entscheidende Schlüssel zu einer nachhaltigen Gesellschaft.

Das Produktdesign spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, weil der mit der Produktion und Konsumtion eines Produkts einhergehende Energieverbrauch bis zu 90% bereits im Entwurf des Designers festgelegt wird. Dementsprechend vermag nachhaltiges Design u.a. die Energieeffizienz zu optimieren, den Schadstoffausstoß und die Abfallproduktion zu minimieren, die natürlichen Ressourcen zu schonen, die soziale Praxis zu schulen und so entscheidend zum Erfolg nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Sustainable Design oder ECO Design ist grundsätzlich ein berechtigtes Anliegen mit Blick auf eine zukunftsorientierte integrierte Produktpolitik.

Nachhaltigkeit in Unternehmen Auf Unternehmerseite manifestiert sich ein wachsendes Interesse und Engagement in Umwelt- und Sozialfragen unter dem Schlagwort Corporate Social Responsibility, oder Unternehmenssozialverant- wortung. Diese stellt einen freiwilligen unternehmerischen Beitrag dar, soziale Belange sowie Umweltbelange in die Unternehmenstätigkeit zu integrieren. Unter dieses Themengebiet fällt auch nachhaltiges Design, denn Design bedeutet mehr als das Gestalten von Produkten, es bedeutet auch das Gestalten kreativer Prozesse.

Sich stetig verändernde Umweltbedingungen, Globalisierung, verbesserte Informations- und Kommunikationstechnologien und auch schneller wechselnde Strukturmodelle innerhalb der Gesellschaft üben Druck auf Unternehmen aus, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Darüber hinaus jedoch birgt das Thema einen langfristigen Wettbewerbsvorteil, und bietet somit auch eine nachhaltige Profitmaximierung. Diese manifestiert sich wirtschaftlich in der Triple Bottom Line. Dies ist ein Drei-Säulen-Modell, das sich im Sinne der nachhaltigen Entwicklung auf eine ausgewogene Koordination von ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen beruft.

Den Unternehmen steht eine mündige Konsumentengeneration gegenüber, deren Ansprüche sich neu formiert hat, und für die eine in der Produktionsplanung und im Produktprogramm verankerte Nachhaltigkeit, eine integrierte Produktpolitik und eine vertrauenswürdige ethische Unternehmensphilosophie genauso klare Kaufargumente darstellen, wie einst der Niedrigpreis.
Nachhaltigkeit aus Verbrauchersicht Der stetig wachsende Trend, Gesundheit und Nachhaltigkeit durch Konsumverhalten zu fördern, den so genannten Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS), hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung und das Potenzial von ökologischen Lebensmitteln: im Jahr 2004 machten Biosupermärkte bereits einen Umsatz von rund 220 Mio. Euro, im Jahr 2007 stieg der Umsatz bereits an die 600 Mio. Euro.

Der Konsens lautet hierbei: Wirtschaftliche Ziele und nachhaltige Entwicklung müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Das IDZ möchte dazu beitragen, dass die Nachhaltigkeit im Design von Produkten, Umgebungen und Dienstleistungen immer stärker in Entwicklungsprozesse eingebunden wird. Es geht darum, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.