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Umweltgerechte Gestaltung ist der entscheidende Schlüssel zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Im Design beginnt Nachhaltigkeit beim Entwurf. Welche Kriterien müssen dafür zugrunde gelegt werden? Wie müssen wir unsere Prozesse ändern? Welche guten Beispiele gibt es bereits?
Um diese und weitere Fragen zu diskutieren und um Vernetzung und Austausch zwischen den Akteuren zu fördern, hat sich das IDZ dem Designers Accord angeschlossen und führt am Mittwoch, den 24. Februar das erste Town Hall meeting in Deutschland durch.
Das Abendprogramm sieht vor, sowohl inhaltliche Präsentationen als auch die Vernetzung der Akteure zu ermöglichen. Nach einer kurzen Einführung zum Designers Accord folgen drei kurze Vorträge zum Thema Sustainable Design. Danach sind Designer/-innen, Unternehmen und Institutionen eingeladen, ihre Arbeit auf dem Gebiet der nachhaltigen Gestaltung innerhalb von maximal 5 Minuten kurz vorzustellen. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit für Austausch und Vernetzung.
Termin
Mittwoch, 24. Februar 2010
Einlass ab 18:30, Beginn 19:00 Uhr
Programm
Begrüßung & Moderation: Cornelia Horsch, Leiterin des IDZ Berlin
Einführung: Philipp Züllich, IDZ Berlin
Vorträge:
Sustainability as by-product | Ronen Kadushin
Sustainable Interaction Design | Florian Sametinger
In jedem Designer steckt ein Schwein | Stephan Bohle
Kurzvorstellungen | Bei Interesse bitte an Christine-Maria Kittner wenden.
Get-together
Ort
IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e.V.
Reinhardtstr. 52
10117 Berlin
Der Eintritt ist frei. Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch.
RSVP Anmeldung hier.
- Gebürtig aus Israel lebt Ronen Kadushin seit 2005 in Berlin und arbeitet als Designer und als Dozent an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Er entwickelte das Konzept Open Design, welches der Open Source Software ähnlich ist und das Downloaden, Kopieren, Modifizieren und Produzieren seiner Produkte ermöglicht. Basierend darauf gründete er ein Design- und Produktionsunternehmen für Möbel, Leuchten und Accessoires, die in Berlin produziert und in Europa und den USA verkauft werden. Außerdem gestaltet er Möbel für internationale Produzenten.
Zum Thema Nachhaltigkeit als Begleiterscheinung wird Ronen Kadushin zwei Projekte vorstellen. Durch die gegenwärtige Situation des Klimawandels und der Umweltveränderungen oder durch neue Herangehensweisen im Design und in der Produktion sind die Projekte zu Produkten des Sustainable Designs geworden. Der Lyta Stuhl und das Konzept Open Design sind in Ihren Motivationen und Konzeptionen gegensätzlich, beide aber sind das Resultat nachhaltiger Gestaltung.
- Florian Sametinger arbeitet als selbstständiger Interaction Designer und Design Researcher in München und absolvierte ein interdisziplinäres Industrial und Interaction Design Studium in London (Brunel University), Magdeburg (Industrial Design Institut der Hochschule Magdeburg) und Mailand (Politecnico di Milano).
Florian Sametinger spricht über Sustainable Interaction Design und wie Sustainability in digitalen Produkten umgesetzt werden kann. Er gibt Einblick in Ansätze und Strömungen im Interaction Design.
- Stephan Bohle ist Diplom Medien Designer und als Berater u.a. in den Bereichen Markenentwicklung, Markenberatung, Vertriebs- und Kommunikationsstrategien sowie Nachhaltigkeitsstrategien tätig. Er ist Mitbegründer von futurestrategy, einem Büro für nachhaltige Strategieberatung. Außerdem ist er Dozent am Institute of Design (IN.D) Berlin.
Stephan Bohle spricht zum Thema „In jedem Designer steckt ein Schwein“ – Wieviel ist genug? Überfluss- und Wegwerfgesellschaft, Klimawandel, Umweltzerstörung, Depression. Dem Design(er) kommt eine fundamentale Rolle zu, den dringend notwendigen Paradigmenwechsel einzuleiten. Einige nationale und internationale Worst- und Best-Practices-Beispiele veranschaulichen die These.
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